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 Johannes Zehfuß, MdL, Stellungnahme EHEC, 12. 06.11 

Zum Umgang der staatlichen Stellen mit dem vermehrten Auftreten von EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia (E.) coli)

Fachkundige Personen außerhalb der staatlichen Stellen wie den einschlägigen Ministerien und des Robert-Koch-Institutes, RKI, etc. sind sich von Anfang an sicher gewesen, daß die Quelle der Infektion durch EHEC, ganz sicher nicht auf Salat und Gemüse zu finden ist.

Kein Landwirt in der Republik, der an der Vermarktungskette beteiligt ist, bringt eine Kopfdün­gung mit Gülle auf Salat und Gemüse aus!

Das erhöhte Auftreten einer Infektion mit EHEC ist lokal scharf begrenzt auf den Großraum Hamburg. Salat und Gemüse werden jedoch bundesweit vermarktet.

Der logische Schluß sagt zwingend, daß es eine lokale Infektionsquelle im Großraum Hamburg sein muß!

Sämtliche Salate und Gemüse etc. werden durch entsprechend ausgstattete Prüflaboratorien geprüft (entweder auf Veranlassung des Erzeugerbetriebs, der Anbauverbände oder des Le­bensmitteleinzelhandels, LEH). In keinem Fall wurde ein entsprechender Keim gefunden, d. h. von Anfang an ist klar gewesen, daß eben nicht der Salat oder Gemüse etc. Gastgeber (Her­kunftsort, Ursprung) des Keims gewesen sein kann!

Die Gurke und die Sprossenpackung, auf denen die entsprechende EHEC-Variante gefunden worden ist, stammt aus der Mülltonne erkrankter Personen.

Schließt man die Erkenntnisse aus den negativen Testergebnissen beim Eintritt von Salat und Gemüse in die Vermarktungskette mit dem Auffinden der zwei positiven Proben über das Ende der Vermarktungskette hinaus, nämlich in der Mülltonne! erkrankter Personen, kurz, so kommt man zwingend zum Schluß, daß sich das Gemüse an den Personen angesteckt hat und nicht umgekehrt!

Als engagierter Landwirt, stellvertretender Vorsitzender der pfälzischen Kartoffel­er­zeuger­ge­mein­schaft und Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Forsten, Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau fordere ich die zuständigen staatlichen Stellen auf, systematisch und nach den Regeln der Kunst die eigentliche Ursa­che dieser In­fekt­ion zu suchen.

Für künftige Fälle ist es hilfreich, wenn solche systematischen Prüfungen vor der Veröffentli­chung von Warnhinweisen erfolgen würden.
Auf Bekanntmachungen die von keinerlei Faktenkenntnis getrübt sind, muß verzichtet werden (das hilft auch um eine Hysterisierung aller Beteiligten zu vermeiden).
Weiter könnte die Einführung einer Wichtung hilfreich sein - in einer "normalen" Grippesaison sterben 60 - 330 Personen an der Influenza und in den 35 Tagen der EHEC Geschehens sind 429 Verkehrstote zu beklagen.

Das würde sicher dazu beitragen, eine Verunsicherung der Verbraucher zu vermeiden, Er­zeugerbetriebe nicht dem wirtschaftlichen Ruin anheimzugeben und nicht zuletzt, der Staats­kasse Regreßzahlungen an die Erzeugerbetriebe zu ersparen.

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