CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner zu Gast bei Johannes Zehfuß in der Kulturhalle in Waldsee

27.02.2016
Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie "Unterwegs im Wahlkreis"
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Böhl-Iggelheim / Umland Pfalz
 
„Hört zu – packt an – setzt um“
Johannes Zehfuß und Julia Glöckner in Waldsee
 
von Franz Gabath
Zu einem „Experten-Kaffee“ hatte der Landtagsabgeordnete der CDU, Johannes Zehfuß, eingeladen. Und die Kulturhalle in Waldsee platzte ob des Besucherandrangs aus allen Nähten. Denn neben Bundes- Landes- und jede Menge Kommunalpolitikern konnte Johannes Zehfuß die Spitzenkandidatin der Landes-CDU für das Amt der Ministerpräsidentin, die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner, willkommen heisen.
 
Johannes Zehfuß, der aus Böhl-Iggelheim stammt, hatte bei der Wahl im Jahr 2011 im Wahlkreis 37 das Direktmandat gegen Hannelore Klamm (SPD) gewonnen und strebt dieses Mandat auch bei der Wahl am 13. März 2016 wieder an. Johannes Zehfuß, Jahrgang1959, von Beruf Dipl. Ing. Gartenbau, führt in Böhl einen landwirtschaftlichen Betrieb, bei dem Kartoffel- und Gemüseanbau, auch in Bio-Qualität, im Vordergrund stehen. Die Hauptlast im Betrieb tragen hier schon seine beiden Kinder. Erst als dies gewährleistet war, konnte sich Johannes Zehfuß, nach eigenen Aussagen, der Landespolitik widmen. Im Gemeinderat von Böhl-Iggelheim war Zehfuß schon vorher sehr lange aktiv. „Landespolitisch bin ich also eigentlich ein Seiteneinsteiger“ erklärt Zehfuß.
 
Vor diesem Hintergrund nennt der Landtagsabgeordnete als ersten Schwerpunkt seiner Interessen die Landwirtschaft, verzahnt mit Umweltpolitik und Energiegewinnung. „Natürlich brauchen wir Industrie und Gewerbe, aber wir müssen beide Bereiche sinnvoll mit der Landwirtschaft abstimmen und in Einklang bringen“ betont Zehfuß ausdrücklich. Dies gilt auch im Hinblick auf Verkehrswege. Ein Autobahnanschluss auf der Höhe von Maxdorf/ Frankenthal für das Industriegebiet „Römig“ sei sehr wichtig. Stickstoffeinträge in die Böden müssen verringert werden, auch in der Landwirtschaft, welche nach der Meinung von Zehfuß aber nicht alleine verantwortlich gemacht werden könne. Um das Grundwasser generell besser zu schützen müssen auch die Reststoffe aus landwirtschaftlichen Betrieben besser und vor allem fachgerecht entsorgt werden. Ein Umkippen der Wasserqualität, wie dies beim Altrhein bei Neuhofen bedauerlicherweise geschehen ist, müsse unbedingt zukünftig verhindert werden. „Ich stehe für eine verantwortungsvolle, nachhaltige Politik“ betonte Johannes Zehfuß mit Nachdruck. „Hört zu – packt an – setzt um“ ist deshalb auch das Motto von Johannes Zehfuß im Wahlkampf.
 
„Sicherheitspolitik ist mir ebenso ein Anliegen“ betonte Zehfuß. Selbst seit über 30 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim aktiv, nennt er die Ausstattung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes im Rhein-Pfalz-Kreis bei der Sicherheitsausrüstung und bei den Fahrzeugen, sehr gut. Dies sei durch die hohe Wirtschaftskraft der Kommunen möglich geworden. Kritisch äußerte sich Zehfuß mit Blick auf die Polizei, welcher eine sehr gute Arbeit bescheinigte. Was Ausrüstung und vor allem Personalstärke betrifft, sieht der Landtagsabgeordnete aber noch massiven Handlungsbedarf.
 
„Grundgesetz Artikel 16a, die Genfer Flüchtlingskonvention, so wie meine christlich geprägte Grundhaltung, nannte Johannes Zehfuß als Grundpfeiler seiner Haltung zum Thema Asyl und der Flüchtlingsproblematik. „Jeder der Bleiberecht findet, geniest grundsätzlich bei uns Schutz und Hilfe. Aber den Asylsuchenden erwachsen im Gegenzug auch Pflichten. Wer sich auf den Paragraf 16a beruft muss vorbehaltlos die restlichen 145 Artikel unseres Grundgesetzes anerkennen“ bezog hier Johannes Zehfuß klar Position. Und wem kein Bleiberecht eingeräumt werden kann, der muss unser Land wieder verlassen.
 
„Johannes Zehfuß ist ein Kandidat mit Herz, der für christliche Werte steht“ charakterisierte Julia Klöckner Johannes Zehfuß. Sein Wort wird bei uns aufmerksam gehört und es hat in der Fraktion Gewicht, betonte Julia Klöckner. „Deshalb möchte ich auf Johannes Zehfuß auch in Zukunft nicht verzichten“. Dass Johannes Zehfuß ihr Kartoffellieferant ist lies die Fraktionsvorsitzende nicht unerwähnt - Behler Grumbeere halt!
 
Scharf ging Julia Klöckner mit der Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung ins Gericht. Nach Gehör schreiben lernen und die Abschaffung von aussagekräftigen Leistungsbeurteilungen wird es mit einer CDU-geführten Landesregierung nicht geben. Besonders den überproportional hohen Unterrichtausfall an den berufsbildenden Schulen beklagte Julia Klöckner. Mehr Lehrerinnen und Lehrer einzustellen, um dem Unterrichtsausfall wirksam zu begegnen und ein differenziertes Schulsystem, sei das Gebot der Stunde und würde nach einem Regierungswechsel zügig in Angriff genommen.
 
Das Image der Polizei muss dringend verbessert werden. Gewalt gegen Polizisten und Rettungskräfte muss ein besonderer Strafbestand werden. Die Ausrüstung muss auf den neuesten Stand gebracht werden und vor allen Dingen muss die Personalstärke erhöht werden. Dies sind die Kernaussagen der Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin.
 
Verkehrswege sind das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft. Verkehrswege müssen wo nötig neu geschaffen, vorhandene ausgebaut, Brücken errichtet werden. Der Ausbau des Breitbandnetzes ist zwingend geboten – ein wichtiger Standortfaktor gerade für mittelständische Unternehmen in strukturschwachen Regionen in Rhein-Land-Pfalz.
 
Wer bei uns Schutz und Hilfe findet hat auch im Gegenzug die Pflicht unsere Werte und Gesetze anzuerkennen und zu respektieren. Dass Mann und Frau gleichberechtigt sind, dass Schüler und Schülerinnen von Lehrerinnen unterrichtete werden, dass es Pflicht ist an Klassenfahrten und am Schwimmunterricht teilzunehmen, sind anzuerkennende Selbstverständlichkeit betonte Julia Klöckner. Und die Aussage der Ministerpräsidentin aus dem Saarland, Annegret Kramp-Karrenbauer:“ wenn ein Asylbewerber von eine Frau in einer Aufnahmeeinrichtung kein Essen annimmt, dann ist er satt“ könne Julia Klöckner durchaus unterschreiben.
Den Ausführungen von Johannes Zehfuß und Julia Klöckner schloss sich eine lebhafte Diskussion über Inhalte der Schwerpunktthemen beider Politiker an.
Der Kaffe und Kuchen, es gab extra eine Torte mit den Bildern von Johannes Zehfuß und Julia Klöckner, mundete Allen.
Bild:fg
 
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