12.03.2011: Besichtigung der Windkraftanlage zwischen Böhl und Dannstadt


Windenergie – Energie mit Zukunft? CDU-Landtagskandidat Johannes Zehfuß wirbt für alternative Energieerzeugung.

 

Von Franz Gabath für Speyer Aktuell

Nach dem Besuch einer Biogasanlage und einer Pflanzenkläranlage hatte der CDU- Direktkandidat für die Wahl zum rheinland-pfälzischen Landtag, Johannes Zehfuß (CDU), zum Besuch der beiden Windräder auf der Gemarkung Böhl/Dannstadt eingeladen. Zehfuß konnte auch D.I. Thomas Berg von der Firma JUWI GmbH, der Betreiberfirma der beiden Windmühlen, willkommen heißen. Bei herrlichem Frühlingswetter hatten sich ca. 70 Besucherinnen und Besucher eingefunden. Die meisten der Gäste hatten das schöne Wetter zu einer Radtour genutzt. „Mir liegt neben einer nachhaltigen Landwirtschaft und ideologiefreiem Umweltschutz besonders die klimaverträgliche Energiepolitik am Herzen“ betonte Johannes Zehfuß. „Und da dies auch ein Anliegen des Böhl-Iggelheimer und des Dannstadt-Schauernheimer Gemeinderat ist, wurde an den Gemarkungsgrenzen eine Vorrangfläche für den Bau von Windkrafträdern ausgewiesen.  Eine der Windmühlen steht auf Böhler, das andere auf Dannstadter Gemarkung. Die Gesamtkosten pro Windrad belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro, wie D.I. Berg ausführte. Die Kalkulation der Wirtschaftlichkeit ist auf 10 Jahre ausgelegt, die Gesamtlaufzeit ist mit 20 Jahren angenommen. Mit 135 Metern Höhe bieten die beiden Windmühlen ein imposantes Bild in der flachen Landschaft. Sie sind in Hybridbauweise zu einem Drittel aus Beton und Stahl aufgebaut. Der Rotordurchmesser beträgt 100 Meter. Die Gondel wiegt 80 Tonnen und das Rotorgewicht beträgt ca. 40 Tonnen. Pro Windrad wird eine elektrische Nennleistung von 2,5 Megawatt erzeugt. Der Wirkungsgrad der Windkraftanlagen liegt bei 59 Prozent. Man rechnet mit 2500 Volllaststunden pro Jahr. Die Energie wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Die international tätige Firma JUWI GmbH mit ihrer technischen Betriebsstätte in Wörrstadt ist genossenschaftlich organisiert und betreibt 400 Windmühlen. Überwachung, Steuerung und Regelung erfolgen von der dortigen Leitwarte aus. Die Datenübertragung erfolgt über Telefonkabel. Windrichtung, Windstärke Leistung und Rotorgleichlauf werden kontinuierlich überwacht und im Störfall erfolgt von der Leitwarte aus die Abschaltung. „Wenn wir von der reinen Versorgung durch Großkraftwerke zu kleineren, regionalen Versorgungseinheiten wollen, ist die Windkraft sicher eine sehr gute Alternative „ betont Johannes Zehfuß. Und bei, z. B. gemeindlichen, Genossenschaften bliebe Kapital in der Gemeinde, einheimische Firmen könnten davon profitieren und so die Wertschöpfung vor Ort entstehen“ fügte Zehfuß an. „Wir müssen wie auch in der Landwirtschaft, konsequent in der Energieerzeugung neue Wege gehen“ erklärt der studierte Gartenbauingenieur der in Böhl einen landwirtschaftlichen Betrieb führt und hautsächlich Kartoffeln und Biogemüse erzeugt. „Und das seit 15 Jahren. Wir heizen mit Solarenergie und somit CO2-neutral. Die Windkraft könnte auch für uns eine zusätzliche Energiequelle erschließen“ betont der Landwirt. Und man merkt Johannes Zehfuß die Begeisterung an, wenn er seine Pläne entwickelt.